Fischverkauf Scharnhausen, Bistro Scharnhausen, Frischfisch Scharnhausen, Plattenservice Scharnhausen
Fischverkauf Scharnhausen, Bistro Scharnhausen, Frischfisch Scharnhausen, Plattenservice Scharnhausen

Über uns

Unser Fischfachgeschäft mit Fischbistro  gibt´s nun schon seit Oktober 2001. Wir sind ein Familienunternehmen mit Idealen, Anspruch an Qualität, und jeder Menge Engagement um Ihnen dies und noch viel mehr zu vermitteln. Unsere Truppe besteht aus einem Chef, der glaubt, es ginge nicht ohne ihn, und aus 10-11 Mitarbeitern, ohne die es tatsächlich nicht geht. Arbeitsplätze bieten wir bewusst auch für Quereinsteiger/innen, Student/innen, Mütter, Schüler/innen, haben aber auch ´gestandene´ Fachverkäuferinnen hinter der Theke. Das sorgt gelegentlich für neue Ideen und frischen Wind, wenn der Chef das auch alles mitmacht!
 

Verkaufen macht Spaß, Qualität verkaufen noch mehr! Qualität heißt bei uns nicht "auf Teufel komm raus", soviel wie nur geht zu verkaufen, sondern immer die möglichst beste erreichbare Ware zu handeln. Auf ökologisch sinnvolle Herkunft wird geachtet, und gegebenenfalls auch mal auf was verzichtet. Achtung vor der Kreatur und Respekt vor Nahrungsmitteln (als etwas nicht selbstverständliches!!) sind uns wichtig. Verantwortung für knappe Fischbestände nehmen wir ebenso ernst wie die Verantwortung für die Belange der Mitarbeiter. Gewinn muss sein, sonst geht´s nicht lang gut. Aber Profit auf Kosten von Frische, Beratung, Qualität allgemein, zu Lasten des Personals oder auf Kosten von geknebelten Lieferanten (die irgendwann Murks liefern, um mithalten zu können) ist unsere Sache nicht.

All das ist Qualität, wie wir sie verstehen!
PS: Die auf Seite "Aktuelles Angebot" erreichbaren Rezepte sind immer nur eine Kurzform von bewährten Zubereitungen. Sie lassen bewusst Platz für eigene Ideen und ihre Kreativität, auf die angegebenen Garzeiten können Sie sich allerdings verlassen!
Das eine oder andere Gewürz oder so manche Beilage durch anderes zu ersetzen ist Sinn der Anregungen, die wir ihnen geben.

Verantwortung beim Schwabenfisch

Das MSC- Label, die Greenpeace-Liste und Nachhaltigkeit.
Vielfach werden wir gefragt, ob wir denn keinen Fisch mit dem sogenannten MSC- Label führen. Tun wir schon, aber nur bei einzelnen Produkten und fast gar nicht im Frischfischbereich. Das MSC steht zwar für ökologisch sinnvollen Fischfang ( was wir voll unterstützen ) aber es ist kein Qualitätslogo. Fisch der so zertifiziert ist kommt zum großen Teil tiefgefroren oder aufgetaut auf den Markt und eignet sich eher als weiterverarbeitete Ware in Fertig- und Halbfertigprodukten aber nicht für eine Frischfischtheke. So edel und hehr die MSC Ziele auch klingen und von den meisten ( aber nicht allen ) Umweltorganisationen auch kritiklos unterstützt werden, so sind sie doch auch in Fachkreisen umstritten. Die Fischfangnation Island z.B. hat durchweg eine Teilnahme an MSC-Zertifizierungen abgelehnt, weil die Kriterien hierzu nicht ganz durchdacht sind. Hinter der MSC-Idee steht nicht einfach eine rürige Tier- oder Umweltschutzgruppe, sondern der Unilever-Konzern. Der bei seiner Marktmacht doch auch einfach die richtigen Standards setzen könnte beim Einkauf. Diese Zertifizierung kostet richtig viel Geld und das nicht nur einmal, sondern jährlich. Dies ist weniger geeignet für kleine Fachgeschäfte, für Produzenten von Tiefkühlfisch und Fertignahrung aber allemal eine Möglichkeit sich zu profilieren. Ein jedes Logo, ob sinnvoll oder nicht oder auch frei erfunden und selbstgemalt steigert schlieslich den Umsatz!
Über “Öko” kann man alle möglichen Meinungen haben, wir auch, und Sie dürfen bei uns auch nach Bio-Richtlinien erzeugten Fisch erwarten. Aber bitte da wo es auch Sinn macht... ein gezüchteter Kabeljau ist immer noch mit Logo schlechter als ein gefischter aus gesundem Bestand.
Mit den Empfehlungen von Greenpeace tun wir uns allerdings schwer, so mancher Verbraucher auch. Da wird vom Verzehr vieler Fischarten abgeraten,früher pauschal, mittlerweile aber auch differenziert wo dieser gefangen wurde (immerhin) und gleichzeitig der Genuß von Pangasius ( der 20 000 km hergekarrt werden muß ) und Forellen empfohlen, egal woher die kommen und ohne den Biomasseverbrauch einer intensiv gemästeten Forelle zu erwähnen.
Normale Verbraucher sind aber damit überfordert...die Fanggebiete unterscheiden und jede Art und Unterart auseinanderzuhalten, Lachsarten zu studieren und sonstnochwas zu lernen, nur um ein Kilo Fischfilet zu kaufen.
Beispiel: Kabeljau ( Dorsch ) aus der westlichen Ostsee "JA" aber aus der östlichen "NEIN" und kein Wort zur erhöhten Giftbelastung im Ostseefisch!
Sie haben ja uns und wir sind selber an korrekter, ökologisch erzeugter Zucht oder ökologisch sinnvoll gefangener Wildware interessiert.
Drum suchen Sie bestimmte "ökologische Fehltritte" bei uns vergebens: Haiprodukte (auch Schillerlocken), Schildkrötenprodukte, Ostseedorsch, Hoki, Mittelmeerthunfisch, Tiefseefischarten...
So handeln wir auch.
Das Engagement vieler Umweltgruppen- und Organisationen ist absolut lobenswert, aber eine Erholung der Fischbestände ist nur durch entschiedene Fischereipolitik zu erreichen und die läßt seit Jahrzehnten auf sich warten.
Verbot von Grundschleppnetzen, rigorose Ausweisung von Schutzzonen, Verbot von Jungfischfängen für die “Feinschmecker” in Frankreich und Japan, Verbot der Tiefseefischerei und des Discards und viele andere Maßnahmen wären nötig, aber hier bekommt die Politik nur schwer etwas auf die Reihe.

Auszug aus einem Interview des "Fischmagazin" mit Prof. Dr. Gerd Hubold ( Generalsekretär des ICES )

Kein Anlass für Katastrophenstimmung

 

Der internationale Rat zur Erforschung der Meere (ICES) stellt der Politik in jedem Jahr eine wissenschaftliche Empfehlung zur Festlegung der Fangquoten zur Verfügung. Der Generalsekretär des ICES, Prof. Dr. Gerd Hubold, ist der festen Überzeugung, dass in Bezug auf die Situation auf den Weltmeeren kein Anlass zur Katastrophen-
stimmung besteht. In einem Interview des Fischmagazins nahm er außerdem Stellung zu Fischführern von Umweltorganisationen. Einen Ausschnitt aus dem Interview lesen Sie hier:

FischMagazin: Viele Menschen – nicht nur in Deutschland – haben aber den Eindruck, mit den Meeren geht es zu Ende, zahlreiche Fischarten stehen vor dem Aus.

Hubold: Auch ständige Wiederholung macht es nicht richtiger. Für Katastrophenszenarien sehe ich überhaupt keinen Anlass. Es stimmt schon, die Meere werden sehr stark genutzt und teilweise auch verschmutzt. Den Begriff „bedroht“ würde ich persönlich sehr ungern verwenden.
Wir müssen die Meere schützen und die Auswüchse abstellen, denn es gibt noch sehr viel Unvernunft bei der Nutzung der Meeresressourcen, vor allem was die Nachhaltigkeit und Langfristigkeit angeht. Ein zielbewusstes Management der Bestände vorausgesetzt, könnte man zum Beispiel jedes Jahr in der Nordsee Kabeljau im Wert von 200 Mio. statt der jetzt 20 Mio. Euro fischen. Solche ungenutzten Potenziale summieren sich natürlich über die Jahre zu immensen volkswirtschaftlichen Verlusten, die zuerst die Fischer, im weiteren Sinne aber auch alle anderen Steuerzahler tragen. Das ist zwar ärgerlich, aber längst keine Katastrophe im Sinne von „die Meere sterben aus“.

FischMagazin: Sind die „Einkaufsführer“, die Umweltorganisationen den Verbrauchern an die Hand geben, sinnvoll und hilfreich? Man sollte doch annehmen, dass jeder Fisch in den Verkaufstheken im Rahmen der genehmigten Fangquoten gefangen wurde.

Hubold: Natürlich trägt jeder Verbraucher durch seine Kaufentscheidung dazu bei, dass sich der Markt in die eine oder andere Richtung entwickelt. Trotzdem sollte man den Verbraucher nicht auf diese Weise in die Pflicht nehmen. Mit Einkaufsführern wird dem Fischkäufer eine Verantwortung aufgebührdet, die er nicht tragen kann.
In der Regel kann er nämlich überhaupt nicht nachvollziehen, warum die Ampel für einen Fisch in der Theke nun rotes, gelbes oder grünes Licht gibt. Die Herkunft der Fisch ist heute so vielfältig und die Situation der Bestände so unterschiedlich, dass der Kunde mit solchen Einkaufsratgebern schlicht überfordert ist. Wie soll er zum Beispiel entscheiden, ob ein Kabeljau aus den 450.000 t genehmigtem Fang im Nordostatlantik oder aus anderen Quellen stammt? Darum halte ich die Einkaufsführer für nicht zielführend. Die Verantwortung für das, was in Fischtheken angeboten wird, liegt bei den Fischern, den Aufsichtsbehörden und dem Handel. Besonders der Handel muss eindeutig klar machen, dass er seinen Fisch aus legalen Quellen bezieht.

Und gleich noch der Kommentar zu MSC von Andre Standing

Der Verbraucher wird in die Irre geführt
 

Von Andre Standing       Institute for Security Studies

Kaum jemand behauptet, dass Ökosiegel wie das des MSC als Lösung für Umweltprobleme wie die Überfischung der Weltmeere ausreichen. Aber bringen sie überhaupt etwas? Vermutlich nicht. Mehr als 70 Prozent der vom MSC zertifizierten Produkte stammen von Industriefischereien, die mit Schleppnetzen arbeiten. Es sieht also nicht so aus, als würden die Prinzipien des MSC den Wandel fördern, der nötig ist, um die weltweiten Fischbestände zu retten.

Das soll nicht heißen, dass die MSC-Standards zu lasch wären. Das Problem ist aber, dass der MSC regelmäßig nicht nachhaltige Fischereien zertifiziert. Das geschieht meistens ganz offen und beruht auf der Abmachung, dass die Unternehmen sich ändern sollen. Das mag eine gute Wachstumsstrategie für den MSC sein – die Verbraucher hingegen führt es in die Irre. Zudem wurde der Vorwurf laut, dass die Organisationen, die die Fischereien für den MSC begutachten, zur Parteilichkeit neigen. Warum? Weil die Fischereiunternehmen, die das MSC-Siegel wollen, die Gutachter selbst aussuchen und bezahlen. Die Gutachterfirmen konkurrieren miteinander um lukrative Aufträge – und wenden die MSC-Standards deshalb wahrscheinlich kaum so streng an wie sie sollten. Der MSC hat dieses Problem erkannt und versucht, das Verfahren zur Prüfung der Gutachten durch unabhängige Experten zu verbessern. Das zeichnet ihn zwar gegenüber konkurrierenden Umweltsiegeln aus, zerstreut aber nicht die Zweifel vieler Experten und umweltpolitischer Organisationen. Greenpeace jedenfalls hält nichts vom MSC-Siegel.
 

Es wird nicht weniger gefischt als vor Gründung des MSC
 

Doch selbst wenn erwiesen wäre, dass Fischprodukte mit MSC-Logo besser für die Umwelt sind als andere, könnte man dem MSC erst dann eine positive Wirkung attestieren, wenn es Belege dafür gibt, dass er nichtzertifizierte Produkte vom Markt drängt. Solche Belege gibt es aber nicht; wir wissen also gar nicht, ob der steigende Absatz von MSC-zertifizierten Produkten wirklich ein Fortschritt ist. Wohl aber wissen wir, dass die Nachfrage nach Wildfisch weiter steigt und das Risiko der Überfischung weltweit keineswegs kleiner wird.
 

MSC-Gründer Mike Sutton sagt, der MSC erreiche genau das, wozu er geschaffen worden sei: die Industrie nachhaltiger zu machen. Doch dafür gibt es keinerlei Beweise; die Fischereiunternehmen fischen genau so wie zu Zeiten vor dem MSC. Tatsächlich scheint es in einer Zeit, in der wir den Konsum von Meeresfisch eigentlich reduzieren müssten, nicht die beste Idee zu sein, die Leute mittels einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne zum Verzehr von noch mehr Fisch anzuhalten. Studien haben gezeigt, dass Kampagnen, die Verbraucher vom Kauf eines Produkts abhalten wollen, viel wirksamer sind. Aber die kriegen nun mal nicht die Unterstützung der Fischereiindustrie und der Supermarktketten.
 

Zudem bringt der MSC nur wenig den Entwicklungsländern, aus denen mehr als die Hälfte des weltweit gehandelten Fischs stammt. Zum einen ist die Zertifizierung teuer und technisch aufwändig. Zum anderen lässt sich nur schwer sicherstellen, dass der wirtschaftliche Gewinn, den ein Öko-Zertifikat bringen kann, bei den Kleinfischern und ihren Gemeinden ankommt. Es ist dem MSC deshalb bislang nicht gelungen, das Interesse von Fischereiunternehmen aus armen Ländern zu gewinnen, obwohl zu diesem Zweck schon erheblich an den Kriterien für die Zertifizierung gefeilt wurde. Zwar hat der MSC gemeinsam mit anderen Organisationen wie dem World Wide Fund (WWF) Geld für die Zertifizierung von Fischereien in Afrika ausgegeben. Doch das hat eher den Anschein einer Werbekampagne für den MSC.
 

Die Überfischung der Weltmeere verlangt nach weit reichenden Verhaltensänderungen – mit Blick sowohl auf die Fangmethoden als auch auf unsere Konsumgewohnheiten. Es ist nach wie vor eine gute Idee, die Verbraucher mit verlässlichen Informationen über die sozialen und ökologischen Kosten von Fischprodukten zu versorgen – vorausgesetzt, es geschieht unabhängig von den kommerziellen Interessen der Fischereiindustrie und so, dass Fischereien überall auf der Welt Nutzen davon haben. Der MSC ist ein gutes Marketinginstrument für die Fischereiunternehmen. Er bietet aber keine Lösung, die Fischbestände weltweit zu schützen.


Andre Standing

Sich selber schlau machen...

...ist zwar immer anstrengender als sich mit Fertigmeinung abzugeben, aber hier können Sie das mal probieren.

www.fischbestaende-online.de,

das Thünen-Institut muß weder Fische vermarkten noch Zertifikate verhökern.

Hier finden Sie uns

Schwabenfisch im Marktkauf
Liststr. 2-4
73760 Ostfildern-Scharnhausen
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